Freundeskreis - News - Vortrag von Detlef Träbert
   
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„Dranbleiben – bessere Konzentration!“

Zu diesem Thema hatte der Diplom-Pädagoge Detlef Träbert am Montag Abend in der voll besetzten Aula der GHWRS viel zu sagen. Ca. 130 interessierte Eltern und Lehrer hatten keinerlei Schwierigkeiten, sich und ihre Kinder/Schüler in den geschilderten Situationen wieder zu finden. Wie kann der Teufelskreis von schlechter Konzentration und schlechten Noten durchbrochen werden? Mit praktischen Tipps für den Unterrichtsalltag und gegen den Hausaufgabenstress zeigte Herr Träbert Erfolg versprechende Wege auf. Warum erwartet man eigentlich von den Kindern ein anderes Verhalten, als ihnen vorgelebt wird? Wenn wir beim Bügeln fernsehen, warum sollen sie dies nicht auch tun, wenn sie Hausaufgaben machen? Diskussion und Auseinandersetzung vorprogrammiert! Um eine gute Konzentrationsbasis zu schaffen, müssen günstige Rahmenbedingungen geschaffen werden: die Verminderung äußerer Reize, ein guter Arbeitsplatz in guter Sitzposition. Eine ruhige und positive Atmosphäre mit Pausen und Motivation durch Lob sind das A und O für ein konzentriertes Arbeiten. Wer erst einmal realisiert hat, dass sich Kinder unter 10 Jahren maximal 20 Minuten am Stück konzentrieren können (Erwachsene 30 Minuten), kann durch gezielte rechtzeitige Pausen einem Konzentrationsabfall vorbeugen. Diese Konzentrationszeiten gelten allerdings nur für Aufgaben, die wir vorgesetzt bekommen. Wenn uns etwas fasziniert, kann die Konzentration auch wesentlich länger anhalten. Ist jedoch eine Pause angebracht, ist die „pädagogische Dreifaltigkeit“ (Bewegung, frische Luft und Wasser trinken) ein alt bewährtes Rezept gegen das Absinken des Blutkreislaufes, der eine Unterversorgung des Gehirns und damit ein Nachlassen der Konzentration verursacht. Auch während Klassenarbeiten regen kleine Tricks und Übungen den Kreislauf an und lassen rechte und linke Gehirnhälfte wieder zusammenarbeiten. Dann können die Aufgaben in kürzerer Zeit und besserer Konzentration gelöst werden. Noch ein paar Tipps: Fehler im Diktat lassen sich leichter finden, wenn man es rückwärts liest! Wochenpläne helfen bei der Selbstorganisation und zeigen den Kindern auf, wie viel Zeit sie für was aufwenden und wo etwas geändert werden kann/muss. Auch das Hausaufgabenheft ist ein wichtiger Organisator, um ein eigenes Zeitmanagement aufzubauen. Durch feste Rituale bekommen Kinder Struktur und Sicherheit, die ihnen durch die Reizüberflutung durch Medien, Vereinsaktivitäten und äußere Einflüsse oftmals genommen werden. Aber auch in der Freizeit kann die Konzentration trainiert werden: z.B. durch Vorlesen, „Ich höre/sehe was, was du nicht hörst/siehst“, Autos mit bestimmter Farbe zählen, mit verbundenen Augen Speisen erschmecken, Körperwahrnehmung durch Tasten, Massieren und Streicheln, Geschicklichkeits- und Konzentrationsspiele wie „Koffer packen“ usw..

Durch positive Motivation, Hilfe zum Selbsterkennen und eigenständigem Arbeiten kann die „Hitparade der Lernprobleme“ deutlich reduziert werden.

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